
Das Titelbild
Luigi Nonos „Al gran sole carico d’amore“ fordert
von allen künstlerisch Beteiligten immense Anstrengung ab.
Leipzigs Opernchor bewies sich hier als eines der besten Ensembles
in Deutschland. Peter Konwitschny gelang eine sensationelle Inszenierung.
Bericht Seite
16. Foto: Andreas Birkigt

Brennpunkte
Zur Situation deutscher Theater und Orchester
Sparen bis zum Exitus: Die Zukunft des Theaters in Hagen
Über Deutschland droht eine Welle von Budgetkürzungen
und Theaterschließungen
hereinzubrechen. Was speziell den Stadttheatern bevorsteht, lässt
sich gegenwärtig wohl nirgends besser antizipieren als im
westfälischen Hagen, wo die mit bald einer Milliarde Euro
verschuldete Stadt haushälterisch unter der Kuratel der Bezirksregierung
steht. Über die nach wie vor prekäre Situation am Theater
Hagen sprachen Tobias Könemann und Christian Tepe mit dem
Intendanten Norbert Hilchenbach.

Hundert Jahre Ballets Russes
Sein Name ist mit der Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts untrennbar
verbunden: Sergej Pawlowitsch Diaghilew hat die internationale
Ballettszene revolutioniert wie kein anderer. Sein Werkzeug war
eine Tourneetruppe, die er 1909 für ein erstes Gastspiel
nach Paris schickte. Die folgenden 20 Jahre bewegten sich seine
Ballets Russes trotz ihrer weltweiten Erfolge ständig am
Rande des finanziellen Ruins. Und dennoch legten sie mit einer
Reihe von bedeutenden Bühnengesamtkunstwerken den Grundstein
für das moderne Ballett. Ein
Rück-Blick von Vesna Mlakar.

Sechzig Jahre nach der Uraufführung fand Brittens Erfolgsoper „Peter
Grimes“ ihren Weg an die Rheinoper nach Düsseldorf.
Der neue Generalintendant Christoph Meyer und sein Team haben das
Werk zu ihrer Eröffnungspremiere ausersehen. Christian
Tepe berichtet. Am Vorabend des 20. Jahrestags der so genannten Friedlichen
Revolution hat die Oper Leipzig „Al gran sole carico d’amore“ von
Luigi Nono herausgebracht. „Unter der großen Sonne
von Liebe beladen“, so der poetische Titel auf Deutsch. Michael
Ernst erlebte einen großen Musiktheater-Abend. Mit seinem
Anspruch, in Düsseldorf „Ballettkunst für das 21.
Jahrhundert“ zu schaffen, verkörpert Martin Schläpfer
die Hoffnung auf Innovation von internationalem Format. Bettina
Trouwborst sieht dies bestätigt.

50 Jahre VdO: Die Bühne lebt...
...so lautete das Motto, unter das die VdO ihre Festveranstaltung
stellte. Geladen waren neben den Ortsdelegierten und Funktionsträgern
der VdO Gäste aus Politik und Kultur. Dass zu diesen auch
die erste Garde des Deutschen Bühnenvereins gehörte,
macht deutlich, dass über allen Auseinandersetzungen zwischen
Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Theater die Liebe zur Kunst
steht. Highlight der Veranstaltung: eine Podiumsdiskussion zum
Thema „Potentiale szenischer Chorarbeit“ - ebenfalls
dokumentiert in unserem „Festtags-Special“.

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