
Das Titelbild
Fidelio am Landestheater Detmold: Die Stärke der Produktion
ist ihre enorme Intensität. Werkgetreu obliegt Utopisches
der Musik – weniger dem berühmten Trompetensignal als
dem Potenzial des Gesungenen. Es glänzte der Chor des Detmolder
Landestheaters. Bericht
auf Seite 16.

Frankfurts neues Opernstudio
In Frankfurt können junge Talente ab sofort mit renommierten
Künstlern arbeiten. Die Deutsche Bank stellt der Oper zusammen
mit der Polytechnischen Gesellschaft 250.000 Euro jährlich
zur Verfügung, um jungen Sängerinnen und Sängern
den Einstieg in die Karriere zu erleichtern. Midou Grossmann berichtet.
Rousseau vor Augen
Die Ligerzer Opernwerkstatt wurde gegründet mit dem Ziel,
vor allem Autoren miteinander ins Gespräch zu bringen – Komponisten
und Schriftsteller. Die erste Werkstatt (2006) wandte sich der
besonderen Textsorte „Libretto“ zu. 2007 fragten die
Organisatoren, warum es dem heutigen Musiktheater meist so schwer
fällt, heiter zu sein. Bei der aktuellen Werkstatt stand das
Thema „Textvertonung“ auf der Tagesordnung. Patrick
Hahn war Teilnehmer und berichtet.
Musik ist für ihn alles
Viele Jahre lang war Andreas Pieske als Chordirektor an der Leipziger
Oper tätig. Aus Anlass seines 80. Geburtstags traf sich
Thomas Heymann, Mitglied des Leipziger Opernchors, mit dem Jubilar.
Horte der Erinnerung
Tanz blüht auf im Augenblick seiner Performance, und wenn
er verloschen ist, bleiben lediglich verwischte Spuren in unserer
Erinnerung zurück. Die großen Horte für Erinnerungen
sind Archive, die jedoch längst nicht ihrer wertvollen Funktion
entsprechend wahrgenommen und genutzt werden. Das Deutsche Tanzfilminstitut
Bremen ist eines der fünf aktiven deutschen Tanzarchive. Mit
der Gründerin Heide-Marie Härtel sprach für „Oper&Tanz“ Malve
Gradinger.

Geheimnisse bewahren...
Unübersehbar für alle Passanten erhebt sich seit 1999
das Kinderopernzelt auf der Dachterrasse der Wiener Staatsoper
und kündet so allein schon visuell von dem Rang, den die Oper
für junge Menschen im altehrwürdigen Haus am Ring innehat.
Auch durch die Entscheidung, im Kinderopernzelt die erste Sängerriege
der Staatsoper auftreten zu lassen, hat Direktor Ioan Holender
deutlich gemacht, dass die Kinderoper kein Musiktheater im künstlerischen
Kleinformat darstellt. Christian Tepe sprach mit Holender.
Kunst geht nicht ohne Risiko
Der neue Intendant der Münchner Staatsoper, Nikolaus Bachler.
Ein Gespräch mit
Wolf Loeckle

Katharina Wagner inszenierte in Bremen „Rienzi“:
Christian Tepe entdeckte ein scharfkantiges Prisma und verfiel
bei Henzes „Bassariden“ in
Hannover der Verlockung
des Schönklangs. Alain
Platels „Pitié!“ bei
der RuhrTriennale beobachtete Bettina Trouwborst. Fehlende
Tiefenschärfe
diagnostiziert Vesna Mlakar bei Kevin
O‘Days „Hamlet“-Ballett
in Stuttgart. Frank Kämpfer hat sich in Detmold
beim Fidelio umgeschaut und Andreas Kolb war bei „Traviata“ am
Zürcher Hauptbahnhof zu Gast.

Nachrichten
Versorgungseinrichtungen
der deutschen Bühnen und Kulturorchester auch in der Krise stabil – Beitragssätze– Beitragsbemessungsgrenzen
im Jahr 2009 – Wir
gratulieren
 Auf die Füße dirigiert
Annette Bopp: André Presser.
Der Ballettdirigent
Anti-Aufklärerisch
Jost Hermand: Glanz und Elend der deutschen Oper
Rekonstruierte Filmoper
Der „Rosenkavalier“ als
Stummfilm mit Musik auf DVD

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