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Aktuelle Ausgabe

Editorial

Kulturpolitik
Brennpunkte
Zur Situation deutscher Theater und Orchester
Sparen bis zum Exitus
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Portrait
Aufbruch in die Moderne
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Berichte
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Für ein Leben ohne Knechtschaft
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Martin Schläpfers erster Ballettabend in Düsseldorf

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Neubesetzung: Kulturausschuss des Bundestags
Der Deutsche Bundestag hat seinen Ausschuss für Kultur und Medien neu besetzt. Die wachsende Bedeutung dieses erst seit 1998 existierenden Ausschusses zeigt sich vielleicht auch an der zahlenmäßigen Vergrößerung von 20 auf 24 Mitglieder. Oder sollte diese quantitative Verstärkung Ausdruck des großen Interesses sein, das Bundestagsmitglieder an dieser Arbeit haben? Jedenfalls darf man schon überrascht sein, wer jüngst sein Herz so für die Kultur entdeckt hat. Die Besetzung Peer Steinbrücks in den Ausschuss darf wohl als konsequent-logisch bezeichnet werden. Immerhin versteht der was vom Sparen – und gespart werden wird in der Kultur. „Uns-Ulla“ Schmidt hat sich in den letzten acht Jahren eine Art Kompetenz in Sachen „corpore sano“ erarbeitet – da kann man hoffen, dass nun der gesunde Geist auf dem Fuße folgt. Brigitte Zypries allerdings hat sich in der letzten Legislaturperiode durch ihre künstlerferne, um nicht zu sagen -feindliche Urheberrechtspolitik einen Namen gemacht. Der Schwenk hin zur Kulturpolitik lässt sich hier nicht einmal mehr auf Umwegen herstellen. Eine kompetente und engagierte Kulturpolitikerin der SPD wurde per schlechtem Listenplatz gar nicht mehr ins Parlament gewählt: Monika Griefahn hätte Erfahrung und Wissen an die Neulinge ihrer Partei weitergeben können.
Auch in der CDU wurde eine Politikerin aufs Abstellgleis verfrachtet, die sich durch ihr Amt als Kulturenquete-Vorsitzende vielfältige Kompetenz und Wissen im Bereich der Kulturpolitik angeeignet hat und an vielen Stellen für die Kultur Partei ergriff: Gitta Connemann ist nur noch stellvertretendes Mitglied des Kulturausschusses. Dafür sitzt Erika Steinbach (CSU) drin: erstes „Leckerli“, da es doch offenbar mit dem Stiftungs-Beirat für das Zentrum gegen Vertreibungen nicht klappen soll? Immerhin wurde mit Monika Grütters (ebenfalls CDU) eine Politikerin zur Ausschuss-Vorsitzenden gewählt, die sowohl in Berlin als auch im Bund kulturpolitische Erfahrung gesammelt und kulturpolitisches Engagement gezeigt hat. Die Grünen machen mit Agnes Krumwiede eine junge Pianistin zur kulturpolitischen Sprecherin, die vom Fach ist und in ihrer ersten Grundsatzrede im Parlament klare Forderungen für Kultur und Künstler erhob. Die FDP hat ihren engagiertesten Kultur-Fachmann, den bisherigen Ausschussvorsitzenden Hans-Joachim Otto ans Wirtschaftsministerium abgegeben. Es besteht die Hoffnung, dass er dort als Parlamentarischer Staatssekretär unter anderem für das Thema „Kulturwirtschaft“ weiterhin so kräftig das Fähnchen der Kulturschaffenden hochhält wie bisher. Alles andere bleibt abzuwarten… bh

GVL muss Ausschüttungen einschränken
Die von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) in diesem Jahr für Aufnahmen aus dem Jahr 2008 zu leistenden Vergütungen werden für ausübende Künstler zumindest vorläufig in erheblich reduziertem Umfang erfolgen können. Voraussichtlich kommen nur ca. 50% der gewohnten Beträge zur Auszahlung. Hintergrund sind erhebliche Forderungen insbesondere amerikanischer und englischer Tonträger-Hersteller auf Beteiligung an den inländischen Künstler-Vergütungen, die den Beirat der GVL zur Bildung einer Rückstellung in Höhe von ca. 25 Millionen Euro veranlassten. Die Tonträgerhersteller berufen sich auf angebliche Vorausabtretungen der bei ihnen publizierenden Künstler aus Nicht-EU-Staaten, die angeblich nicht dem EU-weiten Verbot solcher Vorausabtretungen unterliegen. Bis zum endgültigen Abschluss des Verfahrens muss daher eine entsprechende Rückstellung gebildet werden. Sollten sich die Ansprüche abschließend als unberechtigt erweisen, wird die Rückstellung aufgelöst und der Betrag nach dem für 2008 vorgesehenen Verteilungsschlüssel nachträglich an die Künstler ausgezahlt. Dies kann jedoch noch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen.

Chor des Jahres: Deutsche Oper Berlin
Der Opernchor der Deutschen Oper Berlin ist – nach 2008 – erneut zum „Chor des Jahres“ ernannt worden. Namhafte Opernkritiker der Zeitschrift „Opernwelt“ küren jährlich Opern-Highlights in verschiedenen Kategorien.
„ Oft werden sie bloß en passant beachtet. Obwohl sie meist im Rampenlicht stehen. Und im Parkett kennt kaum jemand ihre Namen. Obwohl niemand auf die Idee käme, ihre Bedeutung in Frage zu stellen. Auch der Kritik sind sie in der Regel allenfalls ein, zwei Sätze wert. Und das, obwohl ohne sie Oper nicht mal eine halbe Sache wäre“, schreibt Albrecht Thiemann, Redakteur der Fachzeitschrift „Opernwelt“. Und er fährt fort: „Was ginge uns Tannhäusers Unglück auf der Wartburg an, wenn die Hofgesellschaft des thüringischen Landgrafen nicht ihrem Zorn auf den Mann aus der Venushöhle in wuchtiger Vielstimmigkeit Luft machte? Ohne leistungsstarken Chor wäre es nicht weit her mit dem Kraftwerk der Gefühle.“ Tatsächlich gehört der Opernchor zu den prägenden Elementen einer gelungenen Vorstellung.
Namhafte Chorleiter und Dirigenten haben den Chor der Deutschen Oper Berlin, einen der größten Theaterchöre der Welt, geprägt und für ihre anspruchsvolle Aufgabe befähigt. Neben Walter Hagen-Groll seien hier Marcus Creed und Karl Kamper genannt. Seit Beginn der Spielzeit 2007/2008 ist William Spaulding Erster Chordirektor des Chores. Wie erfolgreich William Spaulding mit dem ihm anvertrauten Ensemble arbeitet, zeigt die erneute Würdigung durch die Kritiker der „Opernwelt“. Wie sehr der Chor das Gesicht des Hauses an der Bismarckstraße prägt, zeigen auch seine Auftritte auf Gastspielreisen und Tourneen, zuletzt im Oktober 2008 in Peking. Damit die Arbeit des Opernchores der Deutschen Oper Berlin nicht nur live auf der Bühne zu erleben ist, ergänzen CD-Einspielungen und Video-Produktionen das Spektrum dieses Klangkörpers. So wurden unter Christian Thielemann die „Carmina Burana“ von Carl Orff bei der Deutschen Grammophon herausgebracht. Mit aeginn der Spielzeit 2008/2009 hat der Kinderchor der Deutschen Oper Berlin unter seiner Leiterin Dagmar Fiebach seine Arbeit aufgenommen – und ist nun Teil vieler Inszenierungen. Den kleinen Sängern geht es dabei nicht anders als ihren professionellen Kolleginnen und Kollegen des „großen“ Chores: Ziel aller Anstrengungen ist es, gemeinsam mit dem gesamten Ensemble, mit Orchester und Solisten, eine gelungene Vorstellung zu ermöglichen und dem Publikum einen eindrucksvollen und anregenden Abend zu schaffen.
„ Opernhaus des Jahres“ wurde das Theater Basel, „Aufführung des Jahres“ die viel beachtete „Parsifal“-Inszenierung von Stefan Herheim in Bayreuth und zum „Ärgernis des Jahres“ erklärten die Kritiker mehrheitlich die Stuttgarter Querelen um die Intendanz des Staatstheaters.

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