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Namen & Fakten

Personalia

Jan Pusch, derzeit Choreograf in Oldenburg, wird im Sommer 2010 Tanzdirektor des Staatstheaters Braunschweig. Der neue Intendant des Staatstheaters, Joachim Klement, beginnt zum gleichen Zeitpunkt seine Tätigkeit in Braunschweig.

Axel Köhler ist neuer Direktor der Oper Halle. Die Kultur GmbH Halle hat den 49-jährigen Sänger und Regisseur mit sofortiger Wirkung in das Amt berufen. Köhler soll als „Direktor ohne wirtschaftliche Kompetenzen“ für künstlerische Fragen wie die Premieren-Planung und Besetzung verantwortlich sein. Er gehört damit neben dem Künstlerischen Leiter, Karl-Heinz Steffens, zum Intendanz-Team der Oper.

Andris Plucis ist seit Beginn der Spielzeit 2009/2010 Chefchoreograf und Leiter des Ballettensembles am Landestheater Eisenach. Plucis war von 1977 bis 1985 Tänzer an der Oper Bonn und an den Städtischen Bühnen Frankfurt, bevor er als jüngster Ballettdirektor Deutschlands 1985 die Compagnie des Stadttheaters Gießen übernahm. Weitere Stationen waren das Stadttheater Würzburg, das Staatstheater Darmstadt, das Landestheater Coburg und das Theater Ulm.

Stefan Solyom, schwedischer Dirigent, wird GMD des Deutschen Nationaltheaters (DNT) Weimar und Chefdirigent der Staatskapelle Weimar. Der 30-jährige Solyom dirigierte namhafte europäische Orchester und ist bisher als Gastdirigent an der Staatskapelle Weimar tätig.

Bernd Loebe bleibt bis 2018 Opernintendant in Frankfurt. Seine Vertragsverlängerung wurde in einer Magistratssitzung der Stadt Frankfurt am 19. Juni bestätigt. Kurz vor den Theaterferien 2009 wurde Bernd Loebe der neue Vertrag ausgehändigt.

Manfred Honeck, GMD der Staatsoper Stuttgart, erhielt eine Verlängerung seines ursprünglichen Dreijahresvertrags, der ihn nun bis zur Saison 2015/2016 an das Orchester bindet.

Luca Masala, ehemaliger Solist des Bayerischen Staatsballetts, wird neuer Direktor der Académie de Danse Classique Princesse Grace in Monaco. Luca Masala tanzte zuletzt beim Ballet du Capitole de Toulouse, danach war er als Choreograf und Pädagoge tätig. Er soll bereits zum neuen Schuljahr im Oktober die Leitung der Schule übernehmen.

Ausgezeichnet

Mária Porubcinová hat den ersten Preis im Internationalen Gesangswettbewerb der Italienischen Oper „Competizione dell’Opera“ 2009 und damit 10.000 Euro gewonnen. Die slowakische Sopranistin erhielt außerdem den mit 3.000 Euro dotierten Publikumspreis der Walter und Charlotte Hamel Stiftung. Beworben hatten sich rund 600 Sängerinnen und Sänger.

Wayne McGregor ist von der internationalen Tanzzeitschrift „ballet-tanz“ zum Choreografen des Jahres gewählt worden. 30 europäische Tanzkritiker kürten ihn zum Besten des Fachs. Der Brite ist Hauschoreograf am Royal Ballet in London. Zur Tänzerin des Jahres kürte die Zeitschrift die Erste Solistin am Bayerischen Staatsballett und Bayerische Kammertänzerin, Lisa-Maree Cullum. Die Neuseeländerin verbinde in München nonchalante Perfektion und Understatement mit enormem tänzerischem Selbstbewusstsein, hieß es.

Alicia Amatriain und Marijn Rademaker, Erste Solisten des Stuttgarter Balletts, erhielten im Rahmen einer Galaveranstaltung im apulischen Barletta den internationalen Tanzpreis Premio ApuliArte. Der seit 2005 im Rahmen des gleichnamigen Tanzfestivals vergebene Preis ehrt herausragende Tanzkünstler. Die Preisträger wurden durch eine Jury internationaler Tanzkritiker ermittelt.

Andreas Scholl, Countertenor, wird mit dem Solistenpreis des Europäischen Kulturpreises geehrt, den die Stiftung Pro Euro-pa verleiht. Der Regisseur Calixto Bieito erhält den Preis für Opernregie. Die Europäische Kulturstiftung Pro Europa steht unter dem Patronat des Präsidenten des Europarats.

Geburtstage

 
Der Chor der Semperoper gratuliert seinem ehemaligen Chordirektor, Hans-Dieter Pflüger. Foto: Ehrlich
 

Der Chor der Semperoper gratuliert seinem ehemaligen Chordirektor, Hans-Dieter Pflüger. Foto: Ehrlich

 

Hans-Dieter Pflüger, ehemaliger Chordirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden, feierte seinen 80. Geburtstag. Pflüger war 42 Jahre am Haus der Sächsischen Staatsoper angestellt. Er begann als Repetitor und wurde dann stellvertretender Chordirektor. Von 1980 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1995 war er als Chordirektor tätig. Unter anderem ihm war die Gründung des Opernchorstudios Dresden zu verdanken. Die Mitglieder des Chores der Sächsischen Staatsoper beschenkten ihren ehemaligen Direktor musikalisch: Sie gratulierten mit dem Eingangs-chor aus der „Verkauften Braut“ und dem „Wach auf“-Chor aus den „Meistersingern“. Chorsänger Norbert Klesse dankte Pflüger im Namen des Chores und fand herzliche Worte für sein langjähriges Wirken im und für den Chor.

Wolfgang Wagner feierte am 30. August seinen 90. Geburtstag. Der langjährige Festspielleiter von Bayreuth und Enkel von Richard Wagner hatte sich erst im Jahr 2008 zugunsten seiner Töchter Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier von seiner Aufgabe verabschiedet. Seitdem zog er sich völlig aus der Öffentlichkeit zurück.

Peter Hofmann wurde 65. Hofmann war zunächst als Sportler bekannt. Während des Militärdienstes wurde seine Stimme entdeckt. Beginn der Opernkarriere war 1972 am Stadttheater von Lübeck. Von dort wurde er 1974 an das Opernhaus von Wuppertal, dann 1975 an die Staatsoper von Stuttgart verpflichtet, an der er bis 1983 engagiert war. 1976 erregte er als Parsifal in Stuttgart, Wuppertal und Hamburg Aufsehen. Er begann bald eine große Karriere, vor allem in Wagner-Partien. Höhepunkte seiner Bühnenkarriere bildeten seine Auftritte bei den Bayreuther Festspielen, wo er von 1976 bis 1988 fast alljährlich sang. Zugleich hatte er als Konzertsänger sowie bei Rundfunk- und Fernsehsendungen eine sehr erfolgreiche Karriere. Dabei brachte er volkstümliche Musik und später auch Rockmusik zum Vortrag.

Christoph von Dohnányi, Dirigent, feierte seinen 80. Geburtstag. Der NDR ehrte ihn mit einem festlichen Konzert in der Hamburger Laeiszhalle. Noch immer steht er als Chefdirigent am Pult des NDR Sinfonieorchesters.

Dagmar Koller feierte ihren 70. Geburtstag. Sie begann mit dem Gesangsstudium in Wien. Zunächst war sie als Tänzerin an der Wiener Volksoper engagiert, dann als Sängerin und Tänzerin am Opernhaus von Dortmund, später als Sängerin in Lüneburg und Oberhausen. Nachdem sie am Hamburger Operettentheater erstmals in einem Musical aufgetreten war, wurde sie als Operettensängerin an die Wiener Volksoper verpflichtet. Hier durchlief sie eine langjährige Karriere. Hinzu trat eine große Laufbahn beim Film, im Fernsehen und im Rundfunk.

Birgit Keil, deutsche Kammertänzerin und langjährige Primaballerina des Stuttgarter Balletts, feierte ihren 65. Geburtstag. 1995 trat sie von der Bühne ab und ist heute Direktorin der Akademie des Tanzes der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim sowie Direktorin des Ballettensembles des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe.

Verstorben

Hildegard Behrens, weltberühmte Sopranistin, ist am 18. August in Tokio im Alter von 72 Jahren völlig unerwartet gestorben. Die große Wagner- und Strauss-Interpretin begann ihre künstlerische Laufbahn 1971 im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein und wurde dort kurze Zeit später Ensemblemitglied. Während der Proben zu Alban Bergs „Wozzeck“ wurde sie 1974 von Herbert von Karajan entdeckt. Unter seiner Leitung sang sie 1977 und 1978 die „Salome“ bei den Salzburger Festspielen und sorgte damit für internationales Aufsehen. In ihren Glanzrollen von Wagner und Strauss gastierte sie regelmäßig an den größten Opernhäusern wie der Metropolitan Opera in New York, der Royal Opera Covent Garden, der Wiener Staatsoper und in Bayreuth.

Nachrichten

BAYREUTH: Festspielleiterin Katharina Wagner hat zum Ende der 98. Wagner-Festspiele in Bayreuth ein positives Fazit gezogen. Speziell die Zusammenarbeit mit ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier sei „wunderbar“ verlaufen, sagte sie. Für die kommende Festspielsaison unterstrich Wagner die Notwendigkeit einer neuen Probenbühne. „Ich hoffe, dass diese bis nächstes Jahr steht, sonst haben wir ein Platzproblem“, sagte sie.Opernfreunde werden im kommenden Jahr für Tickets der Festspiele mehr bezahlen müssen. Eine Kartenpreiserhöhung sei aufgrund des Tarifabschlusses für das nichtkünstlerische Bühnenpersonal unumgänglich, sagte Katharina Wagner.

 
Berlin: Staatsoper für alle auf dem Bebelplatz. Foto: MuTphoto/Barbara Braun
 

Berlin: Staatsoper für alle auf dem Bebelplatz. Foto: MuTphoto/Barbara Braun

 

BERLIN: Rund 53.000 Besucher erlebten am letzten August- Wochenende auf dem Bebelplatz die „Staatsoper für alle“ 2009 und läuteten damit die letzte Spielzeit der Staatsoper Unter den Linden vor deren Sanierung ein. Das Samstagspublikum folgte unter freiem Himmel der über fünfstündigen Live-Übertragung von „Tristan und Isolde“ aus dem benachbarten Opernhaus. Nach der Aufführung wurden Daniel Barenboim und das Sängerensemble um Waltraud Meier, Ian Storey, Michelle De Young, René Pape und Roman Trekel sowohl im ausverkauften Saal als auch draußen von den Opernfans gefeiert.

In der Komischen Oper Berlin nehmen die Besucher ab der neuen Spielzeit auf Sitzen mit einer Übersetzungsanlage Platz. Bei der „Rigoletto“-Premiere im September konnten die Gäste im Saal erstmals mittels Displays auf den Rücklehnen der Opernsessel vor sich den gesungenen Text mitlesen – auf Deutsch oder in der englischen Fassung. „Die Anlage ist das Neueste, was es momentan weltweit gibt“, sagte Andreas Homoki, Chefregisseur und Intendant der Komischen Oper. Insgesamt rund 1,5 Millionen Euro ließ sich das Opernhaus die Umgestaltung kosten.
Für den Bundeswettbewerb Gesang Berlin – in diesem Jahr ausgeschrieben für Musical/Chanson – haben sich 198 junge Künstler zwischen 17 und 28 Jahren angemeldet. Dabei dominieren die jüngeren Teilnehmer, da der Musicalnachwuchs immer früher bühnenreif ist. Im Oktober finden in sieben Städten Vorauswahlen statt. Die beiden ersten Preise sind mit je 5.000 Euro dotiert. Insgesamt werden Preise in Höhe von rund 50.000 Euro vergeben.

BREMEN: Der Generalintendant des Theaters Bremen, Hans-Joachim Frey, hat „aus persönlichen Gründen“ um eine vorzeitige Vertragsauflösung zum 31. Juli 2010 gebeten. Damit wolle er dem Theater einen geordneten Übergang und einen aktiven Neuanfang ermöglichen, teilten die Senatskulturverwaltung und das Theater mit. Frey war 2006 zum Generalintendanten des Theaters berufen worden. Angetreten war er mit dem Vorsatz, das Theater aus den roten Zahlen zu bringen. Nun hinterlässt er Schulden in Höhe von fast vier Millionen Euro. Frey machte auf die schwierige finanzielle Lage des Theaters aufmerksam. Es bekomme im Durchschnitt rund 11 bis 14 Millionen Euro weniger Zuschuss als vergleichbare Stadttheater.

COTTBUS: Erstmalig gibt es am Staatstheater Cottbus einen internationalen Ballettaustausch. Vom 11. bis 13. November 2009 gastiert das Ballett des Staatstheaters in Musselburgh/Schottland. Dortiger Gastgeber ist The Curve Foundation Dance Company. Die international renommierte Tanzcompagnie, die regelmäßig zu internationalen Festivals eingeladen wird, ist zuvor am 7. November 2009 in der Kammerbühne des Staatstheaters Cottbus zu erleben.

DÜSSELDORF/DUISBURG: Die beste NRW-Opernproduktion der Spielzeit 2008/2009 ist laut der alljährlichen Opernumfrage der „Welt am Sonntag“ an der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg gezeigt worden. Sechs von acht namhaften Musikkritikern nannten unter der Rubrik „Beste Inszenierung“ Gustave Charpentiers Oper „Louise“ in der Regie von Christof Loy, die 2008 in Duisburg Premiere hatte. In der Spielzeit 2009/2010 ist diese in Düsseldorf zu sehen. Bei der Frage nach dem besten Opernhaus ergab sich bei der Umfrage kein eindeutiges Meinungsbild. Je zwei Nennungen entfielen auf die Oper Bonn, die Deutsche Oper am Rhein und auf das Aalto-Theater Essen.

KÖLN: Am 28. November 2009 wird der Deutsche Theaterpreis DER FAUST zum vierten Mal verliehen. DER FAUST ist ein nationaler undotierter Theaterpreis, der vom Deutschen Bühnenverein verliehen wird. Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. DER FAUST wird in acht Kategorien verliehen, unter anderem für „Regie Musiktheater“, für „Sängerdarstellerleistung Musiktheater“, für „Choreografie“ sowie für „Darstellerische Leistung Tanz“.

KREFELD: Die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten am Krefelder Stadttheater sind abgeschlossen. Die Kosten für den Umbau, der im Juli 2008 begann, betrugen rund acht Millionen Euro. Über drei Millionen Euro sind allein in den Brandschutz investiert worden. Daneben wurde die Fassade erneuert, die Bühnentechnik modernisiert und eine neue Bestuhlung eingebaut.

MÜNCHEN: Den bayerischen Chören gehen langsam die Mitglieder aus. „Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, wird es in Zukunft weniger Chöre geben“, sagte die Generalsekretärin des Bayerischen Musikrates, Irmgard Schmid. Die Präsidentin des Landeschorverbandes Bayern, Angelika Schreiegg, hält vor allem diejenigen Chöre für gefährdet, die traditionelles deutsches Liedgut singen. „Die 30- bis 40-Jährigen fehlen fast ganz in den Chören. Und die Jüngeren singen lieber Gospel- und Jazzstücke.“ Schreiegg monierte vor allem, dass besonders in Grundschulen und Kindergärten zu wenig dafür getan werde, dass Kinder etwas mit Musik anfangen könnten. „Nicht einmal die Hälfte der Grundschulen in Bayern beschäftigt eine ausgebildete Musiklehrerin“, kritisierte sie.

SALZBURG: Die Salzburger Festspiele hatten 2009 weniger Besucher als in den Vorjahren. Wie der kaufmännische Direktor der Festspiele, Gerbert Schwaighofer, bekannt gab, ging die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr, dem zweitbesten in der Geschichte des Festivals, um vier Prozent zurück. Insgesamt kamen in diesem Sommer rund 213.000 Besucher zu den fast 200 Veranstaltungen. Vor allem die Zahl der Firmenkunden sei um zehn Prozent eingebrochen, sagte Schwaighofer. Diesem Rückgang habe jedoch eine deutliche Steigerung der privaten Kartennachfrage gegenüber gestanden.

WEIMAR: Kurz vor Beginn der neuen Spielzeit wurden die Umbauarbeiten am Deutschen Nationaltheater (DNT) Weimar abgeschlossen. Die Baukosten betrugen knapp 3,2 Millionen Euro. Neben Arbeiten an der Bausubstanz wie dem Rückbau des Pförtnerhäuschens und der Neugestaltung des Eingangsbereichs sowie des Bühneneingangs wurde dabei die technische Ausstattung im Inneren des Hauses auf den neuesten Stand gebracht. An den Gesamtkosten des Umbaus beteiligte sich das Land Thüringen mit 2,2 Millionen Euro und die Stadt Weimar mit 616.000 Euro. 330.000 Euro stammen aus Mitteln der Städtebauförderung. Das Theater selbst steuerte 50.000 Euro bei.

WUPPERTAL: In Wuppertal ist die Pina Bausch Stiftung gegründet worden. Sie wurde von Salomon Bausch zur verantwortlichen Verwaltung und Weitergabe des künstlerischen Vermächtnisses seiner Mutter ins Leben gerufen. Ein wichtiges Anliegen der Stiftung sind Aufführung und Verbreitung der Werke von Pina Bausch. Geplant ist zudem ein öffentlich zugängliches Archiv, das auch die wissenschaftliche Erforschung der Grundlagen des Tanztheaters und seiner historischen Entwicklung ermöglichen soll. Der gesamte künstlerische Nachlass von Pina Bausch ist auf die Stiftung übertragen worden. Am 4. September fand die Trauerfeier für die überraschend verstorbene Choreografin statt.

Sommerakademie „Uwe Scholz“ 2009

Die Leipziger Baumwollspinnerei, seit Jahren ein Begriff für bildende Künste der „Neuen Leipziger Schule“, beherbergt seit 1. Mai 2009 einen weiteren künstlerischen Bereich auf ihrem Gelände. Montserrat León, gebürtige Spanierin aus Las Palmas, eröffnete dort das „Internationale Choreografische Zentrum – Leipzig“ (ICZ – Leipzig). Ihr Ziel ist es, künstlerisch-pädagogische und kreative Arbeit unter einem Dach zu vereinen, um eine anspruchsvolle Ballettvorausbildung für eine spätere tänzerische oder choreografische Berufsausbildung anzubieten. Montserrat León tanzte 15 Jahre in der Ballettcompagnie der Oper Leipzig unter Uwe Scholz. In dieser Zeit entwickelte sie ihre choreografischen Fähigkeiten. Sie choreografierte für das Leipziger, Kieler und Geraer Ballett und war zwei Jahre lang Hauschoreografin für das Gran Canaria Ballet in Spanien.

 
Sommerakademie „Uwe Scholz“: Hugo Viera arbeitet mit einer Teilnehmerin. Foto: Thomas Heymann
 

Sommerakademie „Uwe Scholz“: Hugo Viera arbeitet mit einer Teilnehmerin. Foto: Thomas Heymann

 

Im August fand, gefördert durch die „Kulturstiftung des Freistaates Sachsen“ sowie mit Unterstützung des Leipziger Kulturamtes, die 1. Sommerakademie „Uwe Scholz“ 2009 statt. Tänzerinnen und Tänzer, welche schon im Engagement sind oder noch an einer Ballettschule studieren, sollen hier ihr Können vertiefen. Unter Anleitung ausgezeichneter Lehrkräfte konnten die Teilnehmer im Bereich des klassischen Balletts sowie der Moderne verschiedene choreografische Handschriften kennen lernen. Ein Schwerpunkt der Akademie war das choreografische Werk des berühmten und leider zu früh verstorbenen Choreografen Uwe Scholz. Christoph Böhm, jetzt Dozent an der Staatlichen Ballettschule Berlin, und Giovanni Di Palma, beide langjährige Solotänzer der Leipziger Ballettcompagnie unter Uwe Scholz, leiteten die Kurse zusammen mit Montserrat León. Der portugiesische Choreograf Hugo Viera sowie Montserrat León erarbeiteten mit den Tänzerinnen und Tänzern Formen des modernen Ausdruckstanzes bis hin zur eigenen kreativen tänzerischen Darstellung.

Zum Abschluss der Akademie wurden die in den Kursen erarbeiteten tänzerischen Interpretationen den Teilnehmern und auch Außenstehenden dargeboten.

Die „Uwe Scholz“ Sommerakademie wird im kommenden Jahr ihre Fortsetzung finden.
Thomas Heymann

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